Man muss zugeben, wir hatten leider nur 5 Tage für diese Wahnsinns-Stadt. Wenig Zeit, in die wir unglaublich viel eingeplant hatten. Aber mit der richtigen Planung kann man auch in 5 Tagen New York erleben und sich vom Big Apple in seinen Bann ziehen lassen…

Aber von vorne:

Turbulenter Anflug auf New York

Wir landeten Anfang November an einem windigen Abend in New York. Der Landeanflug im A380 von Air France war grauenhaft. Es war sehr windig zu dieser Zeit und wir wurden 15 Minuten durchgeschüttelt. Um uns herum wurde den Leuten schlecht und ich tat mich schwer, das (wirklich sehr sehr gute) Essen, das wir auf unserem Flug bekamen, auch wirklich bei mir zu behalten. Aber dann: Endlich. Mein Traum wurde wahr. Ich hatte – ehrlich gesagt – keinerlei Vorstellungen von dem, was mich erwartet. Man kennt die großen Gebäude, den Times Square und die Freiheitsstatue aus Magazinen, Serien, Filmen. Aber wie groß sind sie tatsächlich, wenn man davor steht? Wie weit steht alles voneinander entfernt? Ich bin ohne jegliche Vorstellung ins Taxi eingestiegen.

Nach ca 10 Minuten fahrt vom Flughafen saß ich sprachlos im Auto. Die Stadt erschlägt einen mit ihrem Glanz, den sie Nachts ausstrahlt. Die Skyline. Die weltbekannte Skyline. Hallo New York City.

Der Taxifahrer fuhr uns erst zum falschen Hotel. Wir hatten das Holiday Inn NYC – Lower East Side gebucht. Ein Schnäppchen zur Neu-Eröffnung und absolut empfehlenswert! Die Kette stimmte zwar, aber an der Rezeption wusste man nicht so recht was mit uns anzufangen. Das richtige Hotel war aber nur 5 Minuten entfernt und der Taxifahrer stand noch vor der Tür. Freundlicherweise fuhr er uns gleich zum richtigen Hotel, ohne noch einmal etwas zu verlangen. Da hat gleich mal jemand einen guten Eindruck bei uns hinterlassen 😉

Nachdem wir am späten Abend in unserem Hotel an der Williamsburg Bridge eingecheckt haben, gingen wir noch eine Kleinigkeit essen. Nicht irgendwo, sondern in New Yorks erster Pizzeria. Lombardi`s Pizza. Zu Fuß waren es nur ein paar Blocks von unserem Hotel entfernt. Einen Besuch ist diese Institution in New York auf alle Fälle wert! Große Pizzastücke, wie man sie aus der Werbung kennt – typisch New York Style – und dazu italienisches Flair im Restaurant. Eine einzigartige Stimmung, mit vielen alten Bildern aus den frühen Jahren der Pizzeria. Dazu Meatballs in Tomatensauce, ein amerikanisches Bier und Pizza. Das Suppenkoma setzt ein. Gute Nacht New York.  

Netzfundstück:
Was für ein wunderschönes 4K Video von New York. (mehr 4K Videos)


Buchtipp!!! Bei den New Yorkern Eindruck schinden, mit Redewendungen

Bessersprecher Englisch (US): 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Englisch

Der erste Morgen in New York…

…fiel mir persönlich schwer. Der Jetlag macht sich ziemlich bemerkbar. Aber der Big Apple ruft! Wir machten uns mit der Metro auf, Richtung Uferpromenade.

Ich dachte eigentlich, wir steigen in die kostenfreie Staten Island Ferry ein. Aber Falsch gedacht. Ich bekam von meinem Freund einen Helikopter Rundflug geschenkt <3 Der Wahnsinn. Der erste Blick über Manhattan und dann gleich aus der Luft. Beeindruckend!! Das Wetter war perfekt und der Blick einmalig! Ich kann es nur jedem empfehlen.

Nach ca 20 Minuten, wieder zurück am Festland, ging es dann zur Staten Island Ferry. Früh geht es mit dem Andrang noch – da sie umsonst ist, ändert sich das aber relativ schnell. Aber keine Angst – sie fährt im halb-Stunden Takt.

Nachdem wir einen schönen Platz an der Reling ergattert hatten, konnte die Fahrt dann auch losgehen. Im November ist es ganz schön windig aber es lohnt sich allemal, außen zu sitzen. Dann kam sie, die bekannte, grüne Dame. Die Statue of Liberty! Die Freiheitsstatue. Das Symbolbild New Yorks und von Manhattan. Ich persönlich habe sie mir wesentlich größer vorgestellt. Aber sie ist trotzdem eine kleine Augenweide!

Auf Staten Island angekommen, machten wir einen kleinen Spaziergang, bis die nächste Fähre zurück geht. Die Sonne schien und es war angenehm ruhig auf der anderen Seite des Flusses. An dem kleinen Ballpark vorbei, kamen wir direkt zu einem beeindruckenden Memorial. Postcards – es wurde zum Gedenken der Opfer von Staten Island am 9/11 errichtet. Ich möchte es nicht “schön” nennen – irgendwie passt das nicht zu einem Memorial zu solch einem traurigen Ereignis – aber es wurde würdevoll gestaltet und der Blick durch die beiden Betonwände, führt direkt auf Manhattan. Die Stille und Stimmung, die einen erreicht, wenn man an so einem Memorial steht, ist eigenartig. Man möchte nichts sagen und das alles einfach auf sich wirken lassen.

Wir gingen zurück zum Fährenterminal und nahmen die Fähre zurück nach Manhattan.

Insidertipps New York

Unbedingt eine Metro Card kaufen. Man kann sie nach belieben aufladen und die Preise für die Ubahn halten sich wirklich noch in Grenzen Und in Manhattan ist alles mit der Metro erreichbar!

Financial-District, Trinity Church und Ground Zero

Zurück am Festland, gings dann in Richtung Financial-District – Die Wall Street.

In keiner Straße wird so viel spekuliert wie hier. Zentrum des Financial-Districts und der amerikanischen Finanzwesens. Ihr Wahrzeichen und Symbol: der goldene Bulle. Man kann ihn, vor lauter Menschen, die ihn umzingeln und versuchen ein Foto zu machen, auch schon mal übersehen. Aber fehlen, sollte er auf keiner Sightseeing-Tour.

Am Ende der Wall Street findet sich dann noch die Trinity Church – eine der bekanntesten Kirchen in Manhattan und beliebter Drehort für Hollywood-Filme.

Wir liefen weiter über den Financial District, der den südöstlichen Teil Manhattans ausmacht, zum 9/11 Memorial.

Ich hatte ehrlich gesagt ein wenig Respekt und Angst vor dieser “Sehenswürdigkeit”.

Es war schließlich ein prägendes Ereignis für die Bevölkerung Amerikas und der ganzen Welt. Und dann kamen wir dort an. Es werden spenden gesammelt und im Gegenzug bekommt man ein Armband als Souvenir. Es ragen 2 große Löcher in die Erde. Nur der Wasserfall, der in ihnen hinabschlägt, macht ein wenig Lärm. Sonst nichts. Stille. Kein Besucher gibt einen Ton von sich. Keiner. Jeder macht seine Fotos und sieht sich schweigend um. Ein bedrückender Ort, finde ich.

Nebenan gibt es auch noch ein Museum mit den Geschichten der Überlebenden und derer, die hier schmerzlich Menschen aus ihren Familien und Freundeskreisen verloren haben. Bilder, Gegenstände und Equipment der Polizei und Feuerwehr. Wir sind nicht reingegangen. Ich war den Tränen nah genug.

Wir machten uns auf zu meinem persönlichem Highlight.

Das Empire State Building

Man kann sich die Tickets direkt online oder vor Ort kaufen. Es gibt unterschiedliche Tickets – Je nachdem, wie hoch man hinaus möchte, kann man für 32$ auf die Haupt-Terasse in den 86. Stock fahren. Höher hinaus – in den 102. Stock – geht es für 52$. Allerdings empfehle ich jedem New York Besucher den “New York Pass”, der alle wichtigen Attraktionen – inklusive dem Empire-State Building – enthält und das Ganze um einiges billiger macht!

Mehr zum New York Pass findest Du auf der offiziellen Seite https://www.newyorkpass.com/De/ 

Nach ausführlicher Sicherheitskontrolle (Vorsicht: Es sind keine Tripods o.ä. erlaubt! ) wird man mit dem Aufzug in den zum 86. Stock katapultiert. Wir hatten das Glück, pünktlich zum Sonnenuntergang auf dem Observation-Deck zu stehen. Es ist sehr windig und auch komisch, so weit oben über den Dächern New Yorks zu stehen. Die Flugzeuge fliegen nur unweit an Dir vorbei. Der Wind pfeifft um die Ohren. Aber der 360° Blick über New York ist unbeschreiblich. Leider sind die Menschenmassen auch dort oben nicht klein, es ist also ein gutes Stück Arbeit, sich immer wieder einen guten Aussichtspunkt zu sichern.

Nach einem anstrengenden und eindrucksvollen Tag ließen wir selbigen in einer typisch amerikanischen Sportsbar ausklingen. Burger und Football auf gefühlt 50 riesigen Bildschirmen und Leinwänden – was will man mehr?!

Good morning New York!

Ein sonniger Morgen im Big Apple. Auf, in den Central Park! Die letzten Abbauarbeiten des weltberühmten New-York Marathons haben begonnen. Die Siegerin wird noch von Fotografen und Fans umgarnt und interviewt. Wir machten einen ausgiebigen Spaziergang in dem prachtvollen Park inmitten der Großstadt. Die Hausfrauen mit Kindern treffen sich um Sport zu treiben, andere malen oder fotografieren. Strassenkünstler, Leseratten, Weltenbummler und Geschäftsleute laufen sich hier über den Weg.

Im Central-Park könnte man gut und gerne auch einen ganzen Tag verbringen, die Natur und Atmosphäre genießen und sich vom Reise- und Alltagsstress erholen. Wir mussten aber weiter – schließlich wollten wir noch viel mehr von New York sehen und die Zeit war knapp!

An dem, im Park liegenden, Zoo vorbei, liefen wir über die 5th Avenue Richtung Rockefeller Center. Im Rockefeller-Center habe ich dann auch meine bisher teuerste Eiskugel gegessen. 5$ für eine, nur aus Zucker bestehende, Kugel Eis. Aber geschmeckt hats – und wenn einen die Lust überkommt, muss man dem einfach auch mal nachgeben! Auf dem Weg zum Rockefeller Center statten wir noch dem bekannten Apple-Store und einigen weiteren Flagship-Stores einen Besuch ab. Verschiedene Kirchen kreuzten unseren Weg und weltberühmte Gebäude links und rechts der Straßen… Am Rockefeller selbst fuhren wir leider nicht nach oben auf die Aussichtsplattform, was ich jetzt ein wenig bereue. Allerdings war unser Zeitplan einfach zu straff und die Wartezeit zu hoch. Dafür glänzte die Eisfläche vor dem Gebäude in voller Pracht – schon jetzt geschmückt mit Weihnachtsdekoration. Einzig der große, weltbekannte Weihnachtsbaum war noch nicht dort. Schade! Aber es war ja auch noch Anfang November.

Der Hunger packte uns jetzt. Wir suchten uns in der Mittagszeit einen kleinen Snack, was – wie wir feststellten – der denkbar schlechteste Zeitpunkt war. Denn alle Menschen strömen aus ihren Büros um sich Nahrung zu suchen. Auffällig: Die “gesunden” Läden liegen voll im Trend. Schlangen an den Salatbars, unglaublich… Und das im Land der Burger und Fritten.

Wir fanden einen süßen Bagel-Shop auf dem Weg zum Times Square. Nicht irgend einen Bagel-Shop. Ess-A-Bagel! Ebenfalls eine Insitution in New York – und Bagel-Fans sind wir sowieso!

Wir ließen die gute Frau also nach Lust und Laune unsere Bagels belegen, ohne groß nachzudenken. Es kamen zwei 13$-Bagels dabei raus. Kein Schnäppchen, aber Irre gut und absolut zu empfehlen! Und satt ist man hinterher definitiv!

Weiter gehts: Am Times Square angekommen, vorbei an völlig verrückt verkleideten Menschen, Comic-Figuren und etlichen Shops, wie z.b der weltbekannte Toys `r` us, der leider schließt, stehen wir da, inmitten des weltbekannten Times Square. Die kleine rote Tribüne lässt einen kurz Platz nehmen, um das alles auf sich wirken zu lassen. Viel muss man zu diesem Ort wohl kaum sagen. Werbetafeln, groß wie Fußballfelder. Flagship-Stores vieler bekannten Marken, Touris und wir mitten drin. Faszinierend!

Nach einem kleinen Abstecher im Hard Rock Cafe, das ebenfalls direkt am Times Square liegt, ging’s direkt weiter.

Zur Central Station

Der Bahnhof, der in so vielen Hollywoodstreifen vorkam… Keine Vorstellung davon, wie groß er sein könnte, gingen wir in die Eingangshalle. Eine beeindruckend saubere und großzügig geschnittene Halle gab sich uns Preis. Kein gewöhnlicher Bahnhof, wie ich finde. Man kann direkt in der Mitte seine Tickets kaufen und ein paar Meter weiter exklusiv essen. Gegensätze, Prunk und Architektur… Ein wunderschönes Gebäude!

Vor der Central-Station hatten wir dann auch mal kurz Gelegenheit, den Promi-Glamour von New York zu erleben. Eine Menschentraube bildete sich und viele Fotografen warteten Sehnsüchtig vor der Eingangshalle. Limousine für Limousine fuhr vor und lud bekannte und weniger bekannte Promis aus. Am Schluss huschte noch Cara Delevingne an uns vorbei. In New York eben völlig normal.

Wir hatten leider ein wenig Zeitdruck, da wir noch ein langersehntes Ereignis geplant hatten: Das NFL-Spiel der New York Giants im Metlife Stadium in East Rutherford.

Wir wollten einfach mit dem Taxi nach New Jersey. Denkste. Die ersten paar Taxifahrer wussten nicht ansatzweise, wo wir hinwollten, geschweige denn wussten sie, dass die Giants heute spielen. Wo waren wir denn hier gelandet? Offenbar ist die Verbindung zu ihren NFL-Teams nicht wirklich allgegenwärtig.

Na gut. Wir fanden schließlich einen jungen Taxifahrer, der wusste, wohin wir wollten. Es zog sich eine Stunde lang quer durch den Feierabendverkehr. Ein wirklich netter Small-Talk mit dem Taxifahrer und 100$ später, stiegen wir schließlich vor dem Met Life Stadium aus. Natürlich ein wirklich stolzer Preis – aber unser enger Zeitplan hat leider keine Alternative zugelassen.

Wir schlenderten noch etwas über die Parkplätze – es war ein Monday Night Game, dementsprechend war das Tailgaiting nicht so ausgiebig und ausgelassen wie an einem Sonntag – auch Football-Fans müssen arbeiten.

Endlich: It’s Football Time!

Und dann: Lasst das Spiel beginnen! Gänsehaut bei der Nationalhymne. Feuerwerk und Football. Leider ohne Fly-Over. Und die Stimmung in New York ist nicht der Brüller. Die Giants hatten aber auch eine miserable Saison und lagen zur Halbzeit weit abgeschlagen hinten. Das Stadion war zu Beginn des dritten Quarters maximal noch ein Drittel gefüllt und selbst die Getränkestände schlossen schon ihre Pforten. Wir blieben trotzdem bis zum Schluss – zum Football geht man eben nicht jede Woche!

Auch die Heimfahrt stellte sich als nicht ganz so einfach heraus. Ein langer Fußmarsch, mit dem Zug nach Manhattan und eigentlich mit der U-Bahn ins Hotel. Diese verpassten wir aber um ca. eine Minute und die nächste (es war schon spät nachts) wäre erst 40 Minuten später gekommen. Wir orderten ein letztes mal an diesem Tag ein Taxi und dann ging es in die Falle.

Shopping in New York

Shopping Day – ganz Wichtig! 😉

Am vorletzten Tag suchten wir uns vom Hotel aus die beste Mall der Gegend heraus. Diese lag im guten alten New Jersey – “The Mills at Jersey Gardens” – wir hätten also eigentlich auch gleich in Jersey bleiben können 😉

Durch Zufall fanden wir dann heraus, das in New Jersey keine Steuern auf Klamotten erhoben werden. Da sind Schnäppchen vorprogrammiert – Perfekt!

Wir nahmen einen Bus vom Port Authority in Manhattan – dieser fuhr direkt die Mall an.

Die Mall ist eben eine Mall. Viele Geschäfte, viel Essen, günstige Preise, Schnäppchen und Menschen wohin das Auge reicht! Ein Shopping-Paradies eben 😉

Abends stellte sich die Heimfahrt aber ebenfalls als nicht so einfach heraus. Zuerst standen wir an der falschen Haltestelle, dann waren Straßen gesperrt, der Fahrer fuhr wie ein Gestörter… Ganze 3 Stunden brauchten wir nach Hause. Die Hinfahrt dauerte nur ein Drittel so lange.

Wir liefen noch einmal Richtung Times Square, um diesen tollen Ort auch bei Nacht zu erleben. Noch ein paar Fotos, dann liessen wir im Ruby Tuesday den Abend ausklingen.

Eine Große Sehenswürdigkeit fehlte uns noch.

Die Brooklyn Bridge

Wir liefen also an unserem letzten Tag quer durch Chinatown zu der bekannten Brücke, die Manhattan mit Brooklyn verbindet. Inmitten von Häuserreihen blitzte sie schon immer wieder durch. Endlich angekommen, liefen wir ca bis zur Mitte der Brücke. Der Verkehr fließt unter einem nur so durch. Stadt Ein- und Auswärts. Auf der Brückenmitte wird die Geschichte der Brücke auf Tafeln erzählt und wie dieses Kunstwerk zustande kam.

Durch Straßenmärkte und den Stadtteil Soho, der eher künstlerisch angehaucht und ein wenig alternativ ist, kreuzte das Flatiron Building noch unseren Weg. Dann kam auch schon der letzte Abend… ein letztes mal suchten wir uns ein Restaurant in dieser großen, verrückten und einzigartigen Stadt, die niemals schläft. Dann ging es zum Hotel. Packen und schlafen. Morgen gehts zurück in die Heimat.

New York, du bist etwas ganz besonderes. Einzigartig und faszinierend. Verrückt und Chaotisch. Ich freu mich jetzt schon, aufs nächste mal!

New York, Ich Liebe Dich!